Österreichs Veranstaltungsjahr: Termine, Anreise und Vorbereitung
Festivals, Festspiele, Märkte, Brauchtumsfeste und Sportveranstaltungen liegen in Österreich oft nur wenige Kilometer auseinander. Genau das macht ein Wochenende hier so ergiebig.
Open Air von Juni bis September
Ein Teil der Sommerveranstaltungen läuft bei jedem Wetter weiter. Wer sich darauf einstellt, verbringt auch einen verregneten Abend passabel.
Das Jazzfestival Saalfelden im Pinzgau läuft seit Jahrzehnten im August und gilt in der Szene als eine der wichtigeren Adressen im deutschsprachigen Raum.
Große Sporttermine im Jahreslauf
Das Hahnenkammrennen in Kitzbühel im Jänner ist der bekannteste Wintersporttermin des Landes. Die Streif zieht jedes Jahr ein sehr großes Publikum an, entsprechend früh sind Unterkünfte ausgebucht.
Für viele Sportevents gibt es Kombitickets mit der Anreise. Sie sind günstiger als Einzelfahrscheine und ersparen die Parkplatzsuche.
Was der Vorverkauf bringt
Abendkassen öffnen meist ein bis zwei Stunden vor Beginn. Bei kleineren Veranstaltungen reicht das völlig aus.
Viele kleinere Veranstaltungen verkaufen gar nicht online, sondern an der Abendkassa. Das ist unkompliziert, setzt aber voraus, dass man rechtzeitig vor Ort ist.
| Jänner bis Feber | Ballsaison, Wintersport | Opernball, Hahnenkammrennen |
| April bis Juni | Stadtfeste, Laufevents | Vienna City Marathon, Donauinselfest |
| Juli bis September | Festivals und Festspiele | Salzburger Festspiele, Frequency, Ars Electronica |
| Oktober bis Dezember | Brauchtum und Advent | Almabtrieb, Erntedank, Christkindlmärkte |
Praktisches zur Anreise
Für Veranstaltungen in den Landeshauptstädten ist die Anreise mit Bahn und Bus fast immer die bessere Wahl. Parkplätze sind knapp und an Veranstaltungstagen häufig gesperrt.
Bei Festivals außerhalb der Städte fahren oft eigene Shuttlebusse vom nächsten Bahnhof. Diese Verbindungen stehen auf der Veranstaltungsseite und nicht im regulären Fahrplan.
Zwischen gratis und teuer
Garderobegebühren fallen bei Bällen und Konzerten zusätzlich an und werden bei der Budgetplanung fast immer vergessen.
Pfand auf Becher und Geschirr ist bei Festivals inzwischen die Regel. Er ist kein Kostenfaktor, wenn man zurückgibt, summiert sich aber sonst.
Regionale Termine finden
Auch Handwerksmärkte und Kunsthandwerksausstellungen finden sich über das ganze Jahr verteilt, oft in Verbindung mit einem Ortsjubiläum. Eine nach Regionen geordnete Liste zu Ausgehtipps und Veranstaltungen erleichtert den Einstieg.
Wer eine Region öfter besucht, merkt schnell, dass sich die Termine jährlich wiederholen. Danach lässt sich ein Besuch gezielt planen.
Wie barrierefrei die Termine sind
Bei Festspielen gibt es teilweise Höranlagen und Übertitel. Wer darauf angewiesen ist, sollte das bei der Buchung angeben. Weitere Beiträge aus Österreich gibt es unter znaki.fm/at-de.
Historische Altstädte mit Kopfsteinpflaster sind für Rollstühle und Kinderwagen anspruchsvoll. Das betrifft besonders Adventmärkte in den Innenstädten.
Ein Fazit zur Planung
Das österreichische Veranstaltungsjahr ist dicht genug, dass man nie alles sieht. Sinnvoller als eine lange Wunschliste ist die Entscheidung für zwei oder drei Termine pro Saison.
Wer ein Jahr lang mitschreibt, was gefallen hat, hat im Folgejahr eine bessere Grundlage als jede Empfehlung von außen.
Die interessantesten Veranstaltungen stehen selten auf den großen Plakaten. Dorffeste, Hoffeste und kleine Konzertreihen werden fast nur lokal angekündigt.
Kombitickets mit Anreise sparen zweifach: beim Preis und bei der Parkplatzsuche. Sie werden meist direkt über die Verkehrsverbünde angeboten.
- Feste Schuhe für Festwiesen einpacken
- Pfandbecher zurückgeben, das summiert sich
- Treffpunkt vereinbaren, Handyempfang ist unzuverlässig
- Ersatzakku mitnehmen, wenn Tickets digital sind
Mit Kindern unterwegs
Bei großen Festivals gibt es zunehmend Familienzonen mit Ruhebereichen und Gehörschutz für Kinder. Die Angebote unterscheiden sich allerdings stark.
Museen und Kulturbetriebe bieten an Feiertagen häufig Sonderprogramme an. Sie sind gut besucht, eine frühe Ankunft lohnt sich.
Regionale Küche auf dem Festgelände
In Oberösterreich und Niederösterreich haben Mostfeste eine eigene Tradition. Die Gegend rund um den Mostviertler Birnbaumbestand ist dafür der bekannteste Anlaufpunkt.
Auf größeren Festivals hat sich die Verpflegung stark verändert. Neben klassischen Ständen finden sich inzwischen Foodtrucks mit vegetarischem und veganem Angebot.
Festspiele und klassisches Kulturprogramm
Für Kurzentschlossene lohnt der Blick auf Restkarten am Veranstaltungstag. Sie werden bei mehreren Häusern kurz vor Vorstellungsbeginn freigegeben.
Die Bregenzer Festspiele sind vor allem für die Seebühne am Bodensee bekannt. Die Bühnenbilder dort sind aufwendig und werden über zwei Spielzeiten hinweg genutzt.
Was mitgenommen werden darf
Große Taschen und Rucksäcke sind bei vielen Veranstaltungen in der Größe beschränkt. Die zulässigen Maße stehen in der Hausordnung auf der Veranstaltungsseite.
Drohnenaufnahmen sind ohne Genehmigung fast immer verboten, bei Veranstaltungen mit vielen Menschen ohnehin.
Das Veranstaltungsjahr im Überblick
Im November ist es am ruhigsten. Wer Ruhe sucht und trotzdem Kulturprogramm möchte, findet in diesem Monat die besten Bedingungen.
Grob geteilt hat das Jahr vier Schwerpunkte: die Ballsaison von Jänner bis Feber, die Frühlings- und Stadtfeste ab April, der Festivalsommer von Juni bis September und die Adventzeit ab Ende November.
Kurze Antworten auf wiederkehrende Fragen
Wie früh sollte man Tickets kaufen?
Bei großen Festivals lohnt der Frühverkauf, der oft kurz nach der laufenden Ausgabe startet. Bei kleineren Veranstaltungen genügt meist die Abendkassa.
Was ist ein Almabtrieb?
Die Rückkehr des Viehs von den Almen ins Tal im September und Oktober. Geschmückt wird nur, wenn die Almsaison ohne Unglück verlaufen ist.
Was ist ein Kirtag?
Ein Ortsfest mit langer Tradition, meist am Namenstag des Kirchenpatrons. Kirtage finden über das ganze Jahr verteilt statt und kosten in der Regel keinen Eintritt.
Termine, Preise und Programmpunkte ändern sich. Vor der Anreise lohnt ein Blick auf die offizielle Seite der jeweiligen Veranstaltung.